Bürgerdialog über künftige Wohnformen: Freie Demokraten Hürth fordern Kulturzentrum am Alten Bahnhof Hermülheim

Anlässlich eines Bürgerdialogs zum Thema Infrastruktur mit dem kulturpolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Lorenz Deutsch diskutierte der Hürther Stadtverband der Freien Demokraten mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Thema „Wohnen der Zukunft“. Nach einem Impulsvortrag des Gastredners über die sinnvolle Verbindung von Wohnen und Kultur anhand einiger Beispiele aus dem Umland entstand ein reger Austausch über bestehende Probleme.

„Die Straßen sind verstopft, die Wohnumgebung ist unattraktiv, die Aufenthaltsqualität ist gering“, bemängelten die Teilnehmer der Veranstaltung. Somit ist aus Sicht der Hürther FDP festzuhalten, dass für ein neues Wohngebiet nicht ausreicht, von Seiten der Stadt planungsrechtlich aktiv zu werden, Kanäle zu legen und Straßen zu bauen. Vielmehr müssen Räume geschaffen werden, die Neubürgern ermöglichen sich zu treffen, zu kommunizieren und gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren. Nur so verbleibt es nicht bei einer Siedlungsstruktur, in der man lediglich schläft, aber nicht lebt.


Bereits im neu geplanten Quartier um den Bahnhof Hermülheim, das aus Sicht der FDP aufgrund seiner ÖPNV-Anbindung vorrangig entwickelt werden sollte, könnten diese Ziele umgesetzt werden. Deshalb fordern die Hürther Freien Demokraten, den Alten Bahnhof Hermülheim zu einem soziokulturellen Zentrum auszubauen. „Es ist richtig, für die Nutzung des Alten Bahnhofs Hermülheim eine Kulturstätte vorzusehen“, unterstützte Deutsch.


Thomas Grandrath, Vorsitzender der Hürther Freien Demokraten, fordert die Stadt deshalb auf, sofort zu handeln: „Die Stadt muss das alte Bahnhofsgebäude jetzt schon kaufen und erhalten. Daraus könnte sich für das neue Quartier ein Treffpunkt entwickeln, ein soziokulturelles Zentrum, das eine Anlaufstelle für neue und alte Anwohner in Hermülheim werden könnte.“ Die FDP will das Thema mit dem Bürgermeister bei einem anstehenden Treffen im November vertiefen.

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