Moderne Stadtentwicklung verabschiedet sich von „Insellösungen“

Gemeinsam mit dem FDP Kreisverband Rhein-Erft hat die FDP Hürth im Bürgerhaus eine Veranstaltung zum Thema Stadtentwicklung und Wohnungsbau durchgeführt. Referent Achim Leirich, Geschäftsführer der GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, beleuchtete die komplexen Zusammenhänge moderner Stadtentwicklung in einem Vortrag, bevor die anwesenden Gäste Gelegenheit zur Diskussion hatten.

In seinem Vortrag verdeutlichte Herr Leirich, dass jede wohnungsbaurelevante Aktion einer Kommune eine Reaktion heraufbeschwört, die regelmäßig nicht auf die Kommune beschränkt bleibt, sondern auf Nachbarkommunen übergreift. Für alle Planungsakteure einer Region wie dem Rhein-Erft-Kreis bedeutet dies, dass Wohnbebauung und Stadtentwicklung künftig mehr denn je vernetzt und interkommunal organisiert sein müssen. Kommunale örtliche „Insellösungen“ sollten bis zu einem gewissen Grad der Vergangenheit angehören.

„Erschließt eine Stadt ein Neubaugebiet, hat das direkte Auswirkungen auf die Infrastruktur einer benachbarten Stadt. Belastungsgrenzen von Verkehrsknotenpunkten und Kapazitäten von Einrichtungen wie Schulen, Sportstätten und Nahversorgern müssen deshalb interkommunal betrachtet werden“, fasst der FDP-Vorsitzende Thomas Grandrath die Ergebnisse der Veranstaltung zusammen. Insbesondere im Bereich der Mobilität, zum Beispiel bei der Planung von Bus- und Bahnverbindungen sowie Fahrradschnellwegen haben rein kommunale Betrachtungen nach Ansicht der Freien Demokraten keine Zukunft. „Wir müssen Weg von Insellösungen und hin zu städteübergreifenden Vernetzungskonzepten“, fordert Grandrath.