FDP Hürth kritisiert Zick-Zack-Kurs bei Sportstättenkosten

Nach der städtischen Entscheidung, den BC Stotzheim an den Kosten für die Erneuerung der Kunstrasenflächen im örtlichen Sportpark zu beteiligen, kritisiert die FDP Hürth den uneinheitlichen Kurs der Ratsmehrheit aus CDU und Grünen bei der Sportstättenfinanzierung. Zugleich fordern wir Freien Demokraten eine neue Entgeltordnung, um Planungssicherheit zu schaffen.

„Den BC Stotzheim als Heimverein an den Kosten der Sanierung zu beteiligen ist grundsätzlich richtig, eine solche Beteiligung der Vereine haben wir immer gefordert“, erklärte der FDP-Vorsitzende Thomas Grandrath: „Das ändert aber nichts daran, dass die jetzige Diskussion anders geführt würde, wenn die Ratsmehrheit die Entgeltordnung für die Sportstättennutzung 2016 nicht abgeschafft hätte.“ Die Stadt erwägt aktuell, den BC Stotzheim für die jährlichen Zinsen des zur Sanierung aufgenommenen Kredits in Höhe von 3000 Euro aufkommen zu lassen. Das Gesamtvolumen des Kredits bei der KfW beträgt 260.000 Euro und soll größtenteils aus der Sportpauschale des Landes finanziert werden.

„Mit einem zweckorientierten Sportstättenbudget aus erhobenen Nutzungsentgelten könnte die bevorstehende Inanspruchnahme des BC Stotzheim zumindest abgefedert werden“, so der stellvertretende Vorsitzende der Freien Demokraten, Dr. Christian Karaus. Problematisch sieht er vor allem die große plötzliche Belastung: „Für einen Verein macht es einen Unterschied, ob er jahrelang überhaupt nicht und dann mit einem großen Betrag, oder dauerhaft mit einer geringen Umlage und dann allenfalls mit einem mittleren Betrag belastet wird. Das ist schwer planbar und unter Umständen existenzbedrohend.“

Wir Liberalen fordern deshalb die Wiedereinführung einer unbürokratisch ausgestalteten Entgeltordnung für die städtischen Sportstätten in Hürth. Außerdem soll die Stadtverwaltung mit einer Zumutbarkeitsprüfung ermitteln, inwieweit die geplanten finanziellen Belastungen für den BC Stotzheim ohne existenzbedrohende Risiken tragbar wären.